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Hintergrund

Auf zu neuen Wohnufern! Der besondere Fokus der EXPERIMENTDAYS 01.WIEN liegt auf Stadtentwicklung durch Eigeninitiative im Wohnbau. Die Projektbörse ist eine Sammelstelle für Initiativen, Bauprojekte und Berater, die sich über zwei Tage hinweg austauschen können. Wohnideen von Einzelpersonen mit gemeinschaftlichen und umweltbewußten Zielorientierungen sollen dieses Jahr zum ersten Mal eine Plattform finden.

„Kooperativ Stadt bauen“ ist ein gesellschaftspolitisches Thema und bedeutet, Möglichkeiten zur Teilhabe zu schaffen. In Wien wird traditionell mit Wohnraum Politik gemacht. Die derzeit einzig leistbare Art der Mitbestimmung ist auf den geförderten Wohnbau und die Kooperation mit professionellen Bauträgern angewiesen. Im Gegensatz zu direkter Selbstbestimmung sind das Maßnahmen der Mitbestimmung innerhalb großmaßstäblich agierender bzw. bauender Strukturen.

Die EXPERIMENTDAYS 01.WIEN bieten den Blick über den Tellerrand, um alternative Modelle des Wohnens und des Bauens zu diskutieren und zu analysieren. Ziel ist es, nachahmenswerte Strategien zu vermitteln, die Eigeninitiative auf allen Seiten fördern. Die Befürworter dieser Idee wollen nicht alleine wohnen, nicht alleine alt werden, viele wollen einfach nur nette Nachbarn haben oder eventuell auch günstiger wohnen.

Best Practice-Beispiele aus Österreich und Deutschland werden auf der Projektbörse gezeigt und durch die Initiatoren persönlich anhand von Plänen und Bildern präsentiert. Sie verdeutlichen, dass guter Städtebau entsteht, wenn sich die richtigen Gruppen finden, die mit teilweise erheblichem Engagement gut durchdachte Projekte entwickeln. Initiativgruppen können für die Stadt Verantwortung übernehmen und in Kooperation mit den Experten unabhängig und in Eigenverantwortung Stadt bauen.

Eine weitere Grundaussage, die im Rahmen der EXPERIMENTDAYS thematisiert werden soll, ist: Leerraum bedeutet Kreativraum. Es geht daher auch um Konversion von vorhandener gebauter Stadt, um Umnutzung und Bestandserhaltung. Die Erfindung neuer Lösungen für Nutzungsvereinbarungen zwischen Stadt und Initiativgruppen, die Eigenverantwortung ermöglicht, ist Thema. Diejenigen, die ihre Energie und ihr Wissen in zukünftige Stätten des Gemeinwohls investieren, verdienen seitens der Stadt Anerkennung und empathische Unterstützung.

Die EXPERIMENTDAYS 01.WIEN sind ein Verdichtungspunkt und Multiplikator für selbstinitiierte Wohn- und Bauprozesse. Ein mögliches Ziel ist die Bündelung von Stadtaktivisten, sowie Akteuren aus Forschung, Verwaltung und lokaler Wirtschaft, um gemeinsame Strategien zum Umgang mit urbanen Problemfeldern von dem üblichen „top-down“ Handeln in einen partizipativen Prozess zu verwandeln.

Die Projektbörse dient dazu, den Spielraum für Nischenprojekte zu vergrößern und deren Innovationspotential zugängig zu machen.


Team

von links nach rechts: Lorenz Potocnik, Karin Lischke, Petra Hendrich, Ernst Gruber

Karin Lischke

  • Diplom in Architektur an der Hochschule der Künste Berlin. Projekte und Wettbewerbe im deutschsprachigem Raum.
  • Umfassende Planungserfahrung u.a. bei Paul Katzberger und Mike Loudon 1998 – 2007
  • Projektmanagement und Projektsteuerung 2008 – 2010
  • Das Engagement als Initiatorin der Stadtambulanz zielt auf Vernetzung von Stadtakteuren, um Stadtentwicklung durch Eigeninitiative im Wohnbau und innovative Formen des Bauens zu begünstigen.

Petra Hendrich

  • Diplomarbeit über „Baugruppen – Selbstbestimmtes Bauen und Wohnen in Wien“
  • Prozessbegleitung und organisatorische Betreuung von Baugruppen
  • Vorstand der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen
  • Aufbau eines Leerstandsmanagements und partizipative Projekte in Neunkirchen/NÖ
  • Mediatorin in Ausbildung
  • Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros in Wien, Shanghai und Rijeka

Ernst Gruber

  • Diplom in Architektur an der Akademie der Bildenden Künste, studierte und arbeitete in Canterbury, Barcelona, Weimar und Berlin.
  • Redaktionstätigkeit für die Zeitschrift ARCH+ 2008-09
  • Vorstand der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen
  • laufende Publikationstätigkeiten und Arbeit als Architekt in Wien.

Lorenz Potocnik

  • Lorenz Potocnik ist Architekt mit Basis in Wien und Linz.
  • Spezialisierung auf forschende und prozessorientierte Projekte und Planungen rund um Städtebau. Besonderes Interesse liegt dabei im Denken und Vermitteln von Zukunft.
  • Konzeption und Projektleitung der „umbauwerkstatt“, das Anfang 2010 initiierte Forschungslabor zur Nachnutzung der Tabakfabrik Linz. Geboren 1971.
  • www.potocnik.net
One Comment leave one →
  1. hpetra3 permalink*
    10. November 2011 08:58

    Wir freuen uns auf alle Kommentare zu den Experimentdays 01 Wien, sowie zu den Themen, die wir aktiv ansprechen wollen – Baugruppen, Partizipation, Stadtaktivismus, Eigeninitiative von PlanerInnen, …

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