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Initiative: Mietshäusersyndikat

9. November 2011
von

Kategorie: Initiative
Name: Mietshäuser Syndikat
Vertreter:
Stadt: verschiedene in Deutschland
Organisationsform:
Konstruktion aus Verein und GmbH


Das Mietshäuser Syndikat

- beteiligt sich an Projekten, damit diese dem Immobilienmarkt entzogen werden

- berät selbstorganisierte Hausprojekte, die sich für das Syndikatsmodell interessieren

- hilft mit Know How bei der Projektentwicklung und -finanzierung

- unterstützt neue Projekte

- beteiligt sich an politischen Aktivitäten gegen den spekulativen Umgang mit Wohnraum

56 Hausprojekte bilden einen festen Verbund.
Das Bindeglied, das diesen Verbund herstellt, heißt Mietshäuser Syndikat. Die Häuser gehören jedoch nicht dem Mietshäuser Syndikat direkt: Jedes der bestehenden 56 Hausprojekte ist autonom, d.h. rechtlich selbstständig mit einem eigenen Unternehmen, das die Immobilie besitzt. Jedes hat die Rechtsform der GmbH, der „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“. Das Mietshäuser Syndikat garantiert als kontrollierender zweiter Gesellschafter die Unverkäuflichkeit der Häuser.

Und es werden mehr. Der Unternehmensverbund des Mietshäuser Syndikats ist generell offen für neue, selbstorganisierte Hausprojekte. Die Folge ist, dass der Verbund fröhlich weiter wächst.

Das zweite wichtige Standbein des Syndikats ist der Solidarfonds. Die Mieten gehen viele Jahre nach Gründung des Projektes nicht gegen Null, sondern bleiben auf einem stabilen, leicht unterdurchschnittlichen Niveau. Die erwirtschafteten Überschüsse wandern in den Solidarfonds, aus dem neue Hausprojekte in der Anlaufphase unterstützt werden.

„Eigentlich dürfte es uns gar nicht geben. Denn wir verstoßen schon vom Ansatz her gegen die Marktgesetze: Profitstreben, Kapitalverwertung und persönlicher Eigentumserwerb gelten als unverzichtbare Grundlage aller Wirtschaftsunternehmungen. Aber uns, das Syndikat und die Projekte, gibt es und wir sind unter ihnen: Wir tummeln uns im Dickicht der Stadt unter Baulöwen und Immobilienhaien, unter Häuslebauern und Wohnungseigentümern, unter Wohnungsbaugesellschaften und Kapitalanlageunternehmen. Wir konkurrieren mit ihnen um die eine oder andere Immobilie und spielen das Monopoly im Maßstab 1:1. Wir basteln mit Eifer am wachsenden Unternehmensverbund des Mietshäuser Syndikats.“

www.syndikat.org


Bernhard Hummel
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