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Initiative: Das Dorf der Zukunft

9. November 2011
von

Kategorie: Initiative
Name: Das Dorf der Zukunft
ProjektkoordinatorIn/ VertreterIn: Vanda Gerö (selbständige Unternehmerin)
BeraterInnen: Valerie Seitz (GAIA Action Learning), Franz Skala, Gerhard Kreitner (Institut für ökologische Stadtentwicklung)
PlanerInnen: Lutz Lehmann (Architekt)

Stadt: Wien
Organisationsform: Initiative


Das Dorf der Zukunft – Ökologische Modellsiedlung für neue regionale Strukturen

Ausgangssituation

In den letzten Jahrzehnten hat im Dorf ein fundamentaler Wandel stattgefunden:

Die Nahrungsmittelversorgung durch die Landwirtschaft bleibt zwar die unverzichtbare Hauptfunktion des Dorfes, damit ist aber nur noch ein Bruchteil der Einwohner beschäftigt, während ein Großteil meist außerhalb in anderen Berufen arbeitet.

Die Struktur hat sich von einer durch die Arbeit in der Landwirtschaft geprägten Siedlung mit geringer räumlicher Mobilität zu einer vorwiegenden Wohnsiedlung mit hohem Auspendleranteil geändert. Um den meist kompakten Dorfkern sind Einfamilienhaus-Siedlungen entstanden. Insbesondere wo es zu Abwanderung kommt  hat sich die Nahversorgung verschlechtert. Die Dörfer sind stark vom Autoverkehr und damit von den begrenzten Erdölreserven abhängig geworden.

Projektidee

In einer Modellsiedlung sollen der neuen Beschäftigungsstruktur des Dorfes entsprechend nachhaltige bauliche Strukturen entwickelt werden, die das Dorf zukunftsfähig machen. Dazu gehört, dass sie langfristig eine hohe Mobilität sichern – durch kurze Wege für Fußgänger innerhalb der Siedlung, zu wichtigen Einrichtungen und zu einer Haltestelle des Schienenverkehrs.

Die Herausforderung ist, einerseits dem verbreiteten Wunsch nach einem Haus im Grünen entgegenzukommen ohne jedoch die üblichen Nachteile der Zersiedlung zu bewirken und andererseits die Arbeit wieder näher zu den Bewohnern zu bringen.

Es geht also um neue Lösungen für WOHNEN und ARBEITEN im Dorf:

- verschiedene ökologische Wohnhaustypen anbieten, die eine ausreichende Dichte für kurze Wege ermöglichen und gemeinschaftliches Leben fördern,

- innovative Einrichtungen/Kleinbetriebe ansiedeln, die den Bewohnern sowohl Arbeitsmöglichkeiten als auch eine gute Versorgung mit wichtigen, regionalen Waren und Diensten bieten. Dadurch soll das Geld möglichst im Dorf bleiben.

Besonderer Wert wird auf eine Grünraumnutzung gelegt, die das Wohnumfeld attraktiv macht und zugleich Nahrungsmittel liefert: Obst und Gemüsegärten im Wohnbereich (Terrassen, Höfe) sowie Erhaltung angrenzender landwirtschaftlicher Flächen.

Erneuerbare Energien sorgen für Wärme und Strom.

Ein Projekt für einen Standort im Raum Wolkersdorf ist in Vorbereitung.

https://www.facebook.com/groups/neuestrukturen/


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